GeneSim - Generisches Daten- und Modellmanagement für die schiffbauliche Produktionssimulation
   Problemstellung  

Die steigende Verbreitung der schiffbaulichen Fertigungssimulation führt zu komplexeren Simulationsmodellen und offenbart dadurch Herausforderungen, die bei eng umrissenen Aufgaben bisher nicht auftreten. Praxiserfahrungen zeigen, daß Informationen multipler Quellen in Szenarien noch nicht nutzbar sind. Auch läßt sich die Plausibilität von Simulationsergebnissen nicht hinreichend prüfen und bestehende Werkzeuge für die Handhabung von erfassten Informationen bieten eine ungenügende Performance. Die Ursache liegt in den gewachsenen Informationsstrukturen und der an weniger spezialisierte Anwender nicht genügend adaptierten Software. Weitere wichtige Aspekte sind:

  • Simulationseingangsdaten sind auf den Werften je nach Planungsphase nicht verfügbar und müssen manuell erzeugt werden. Generatoren für Produktdaten sind aber nicht vorhanden oder nicht ausgereift.
  • Es existiert keine sog. generische Simulationsdatenstruktur, so dass jede Werft eine eigene Datenstruktur entwickeln muss.
  • Die Szenariobildung aus Daten unterschiedlichen Reifegrades ist nicht möglich.
  • Es ist kein detaillierter Vergleich von Simulationsalternativen möglich.
   Das Projekt  

Um diese Herausforderungen zu meistern, wurde das Verbundprojekt GeneSim initiiert. Es setzt auf dem bewährten, bei mehreren Werften als etablierter Standard eingesetzten Simulationsbausteinkasten STS auf, der federführend durch die FSG und die Kooperationsgemeinschaft SimCoMar   (Simulation Cooperation of Maritime Industries) entwickelt wird. Der Bausteinkasten enthält u.a. Ressourcen-, Prozess- und Produktbausteine zur vereinfachten, modularisierten Modellierung von schiffbaulichen Produktionsprozessen.
Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie / PTJ (Projektträger Jülich) geförderte Projekt GeneSim wurde zum 01.10.2009 gestartet und hat eine Laufzeit von 2 Jahren.

   Zielsetzung  

Zum übergeordneten Ziel haben sich die Verbundpartner gesetzt, die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Werften zu sichern und zu stärken. Hierzu sollen die Produktivität sowie die Planungssicherheit in der schiffbaulichen Produktion verbessert werden, indem das unterstützende Planungswerkzeug der Produktionssimulation verbessert und die möglichen Aufgabengebiete auf bisher nicht berücksichtigte Felder ausgeweitet werden. Zusätzlich ist eine im Schiffbau allgemeine Verwendbarkeit der zu erforschenden Konzepte festzustellen. Das Gesamtziel des Projekts GeneSim ist damit die Erforschung eines generischen Daten- und Modellmanagements für die schiffbauliche Produktionssimulation. Die Projektpartner haben sich im Verbundprojekt GeneSim folgende Ziele gesetzt:

  • Erweiterung des Simulationseinsatzes in Planung und Steuerung
    • Systematische Bewertung von alternativen Planungsszenarien hinsichtlich Ergebnis (Planungsziel), Robustheit und anderer Kriterien
    • Simulation unter Unsicherheiten durch Vervollständigung der Daten mittels verschiedener Szenarien
    • Wiederverwendung von Simulationsszenarien
  • Steigerung der Effektivität und Effizienz des Simulationseinsatzes
    • Systematisches Daten- und Modellmanagement
    • Verringerung des Aufwands bei Datenbeschaffung, Validierung und Verifikation
  • Beschleunigung des Einstiegs für neue Simulationsanwender der maritimen Industrie „Werften und Zulieferer“

 

Dieses Verbundvorhaben wird gefördert durch das BMWi.  
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